Alejandro G. Iñárritu, USA, 2026o

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Der exzentrische Ölbaron Digger Rockwell hat mit rücksichtslosen Bohrungen in der Arktis eine ökologische Katastrophe ausgelöst, die Millionen Menschen bedroht. Während Wissenschaftler vor den Folgen warnen und die US-Regierung fieberhaft nach einem Ausweg sucht, sieht Digger seine grosse Stunde gekommen: Mit einem aberwitzigen Rettungsplan will ausgerechnet der Mann, der das Desaster verursacht hat, der Welt beweisen, dass nur er die Menschheit retten kann.

Der reichste und mächtigste Mann der Welt, Digger Rockwell, ein Ölmagnat, der den US-Präsidenten in der Tasche hat, erhält eine schlechte Nachricht: Eine seiner Bohrungen in Grönland hat einen Eisberg von der Grösse eines Landes losgebrochen, der nun auf Europa zutreibt. Wird es auch diesmal reichen, die Deutungshoheit zu behalten und sich als möglichen Retter zu inszenieren – selbst wenn er dafür ein paar frühere Fehler eingestehen muss?

Mit dieser rabenschwarzen Satire wollte der mexikanische Filmemacher Alejandro González Iñárritu (Babel, The Revenant) unverkennbar den Dr. Strangelove unserer Ära der beschleunigten Klimaerwärmung schaffen. Zwar hat er einen Grossteil seines Erfolgsteams von Birdman wieder versammelt, doch das Hauptproblem bleibt: So sehr Iñárritu inzwischen zum «Superautor» avanciert ist, an Stanley Kubrick und dessen Meisterwerk des Kalten Krieges reicht er nicht heran. Das Drehbuch ist geschwätzig, die Inszenierung zu demonstrativ, und die Figuren sind allesamt eher unsympathisch als komisch – mit Ausnahme des hin- und hergerissenen indischen Wissenschaftlers in Diggers Diensten.

Dafür wartet der Film mit einer ziemlich verblüffenden selbstreflexiven Idee auf, die das Gemetzel wohltuend auflockert und hier nicht verraten sei. Auf der Habenseite steht zudem ein kaum wiederzuerkennender Tom Cruise mit seiner besten Charakterrolle seit Oliver Stones Born on the Fourth of July. Die Szene, in der er uns alle mit unserem Anteil an der Verantwortung für die vorprogrammierte Katastrophe konfrontiert, ist oscarwürdig. Und auch das Finale ist zweifellos denkwürdig.

Trotzdem würden wir nicht darauf wetten, dass dieser Film in 25 Jahren eine Renaissance erlebt, wie Iñárritu sie sich offenbar erhofft. Vermutlich werden wir dann andere Sorgen haben, als diese zeitgebundene Warnung auszugraben: So löblich ihre Absichten sind, ihre Umsetzung ist doch entschieden zu schwerfällig, als dass man Lust bekäme, sie sich ein zweites Mal vorzunehmen.

Norbert Creutz

Galerieo

Filmdateno

Genre
Komödie
Länge
129 Min.
Originalsprache
Englisch
Bewertungen
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ØIhre Bewertungk.A.
IMDB-User:
k.A.
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Tom CruiseDigger Rockwell
Riz AhmedGanesh
John GoodmanPresident Compson
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