r Disclosure Day

Steven Spielberg, USA, 2026o

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Ein Mitarbeiter einer US-Geheimorganisation will unter Verschluss gehaltene Unterlagen über Kontakte mit Ausserirdischen veröffentlichen. Während er seine Verfolger abzuschütteln versucht, trifft er auf eine Fernsehmoderatorin, die unversehens ähnlich unerklärliche Fähigkeiten zu besitzen scheint wie er selbst. Sind sie Ihnen von Besuchern aus dem All verliehen worden? Und liesse sich der drohende dritte Weltkrieg abwenden, wenn die Menschheit erfahren würde, dass sie nicht allein im Universum ist?

Erfolgreiche Filmregisseure sind Gewohnheitstäter. Unwahrscheinlich deshalb, dass Disclosure Day nach 60 Filmen als Regisseur und fast 200 als Produzent das letzte Werk des 79jährigen Steven Spielberg bleiben wird. Dennoch stellt der Film eine Art Vermächtnis dar: Hollywoods grösster Märchenonkel der letzten 50 Jahre legt nicht nur offener denn je seine kindliche Hoffnung dar, dass die Menschheit eine andere wäre, wenn sie um die Existenz extraterrestrischer Gefährten im Universum wüsste, sondern auch sein gesammeltes filmrhetorisches Inventar und Credo: nach Close Encounters und E.T. also abermals freundliche Besucher aus dem All, als ihre Gegenspieler die üblichen protokapitalistischen Finsterlinge, die das heikle UFO-Wissen inklusive tiefgekühlten Aliens unter Verschluss halten, um Profit daraus zu schlagen. Und natürlich ein Hänsel und Gretel, die für uns alle kämpfen und wieder staunen lernen, damit die menschliche Superpower der Empathie weltumspannend greift und der dritte Weltkrieg ausbleibt. Konkreter: Josh O’Connor und Emily Blunt spielen vor der Drohkulisse des besagten Krieges einen abtrünnigen Geheimdienstler bzw. eine TV-Wetterfee, die durch unbewussten Kontakt mit den Aliens phänomenale mathematische, sprachliche, ja telepathische Fähigkeiten erlangt haben, aber von einem parastaatlichen Konzern an der Weitergabe ihres heilsamen Wissens gehindert und unermüdlich gejagt werden. Kommt hinzu, dass sich dank Alien-Know-how auch der Chefbösewicht (Colin Firth) in fremde Köpfe einnisten kann – hierfür allerdings erheblichen technischen Schnickschnack braucht und als Verfolger mit seinen schwarzen SUV-Rudeln praktischerweise stets einen Tick zu spät kommt. Die zwei Verfolgten dafür müssen zur Bekräftigung ihrer Mission in ihre Kindheit eintauchen, die bei Spielberg gern in konzentriertem Kitsch ausartet, mit dem er erklärtermassen seine eigene Vertreibung aus der Vorstadtidylle seiner Kindheit kompensiert. Spielbergs Geheimnis schliesslich bleibt, warum die Gesandten der interstellaren Familie bei ihm partout wie geriatrische Pflegefälle mit knochigen Fingern aussehen, seine Superpower als Regisseur indes kehrt beim Finale wieder, als er die Menschheit über das Meer der Bildschirme in einem Fernsehstudio zum Global Village vereint. Rührung um jeden Preis, doch verflucht: Man schluckt tatsächlich kurz leer.

Andreas Furler

Dazu passen:o

Filmdateno

Synchrontitel
Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit DE
Genre
Mystery, Science Fiction
Länge
145 Min.
Originalsprache
Englisch
Bewertungen
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IMDB-User:
k.A.
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Emily BluntMargaret Fairchild
Josh O'ConnorDaniel Kellner
Colin FirthNoah Scanlon
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