Good Luck, Have Fun, Don't Die

Gore Verbinski, USA, Deutschland, 2026o

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Ein mysteriöser Mann aus der Zukunft betritt ein unscheinbares Diner in Los Angeles und nötigt eine Handvoll von Gästen zu einer Mission, um die Welt vor einer unheilvollen KI zu rettten. Während die unfreiwillige Chaso-Truppe zu diesem Himmelfahrtskommando aufbricht, erfahren wir die Vorgeschichte der einzelnen Beteiligten, die alle ihrerseits schon Opfer der digitalen Verblödung geworden sind.

Ohne Spinner wie diese zwei wäre die (Film-)welt öd und leer: Gore Verbinski und der Held seines ersten Films seit zehn Jahren (ein grossartiger Sam Rockwell), der mit Sprenggürtel und futuristischen Penner-Klamotten in ein Diner in LA platzt, um die Welt vor einer unheilvollen KI zu retten. 117 erfolglose Male hat der Mann aus der Zukunft schon ein paar zufällige Gäste für dieses Himmelfahrtskommando zwangsrekrutiert, diesmal kann er unter anderem ein Lehrerpaar, die Mutter eines Highschool-Shooting-Opfers und ein Gothic-Girl dazu nötigen, sich in der nächtlichen Stadt zu einem Buben durchzukämpfen, der gerade die letzten Puzzleteile jener KI programmiert, welche die Menschheit dereinst vollends versklaven wird. Klingt plemplem? Und ist doch die lustigste, will sagen: die schwärzeste und einfallsreichste Satire auf die digitale Selbstabschaffung der Menschheit seit langem. Denn nicht die Mad Mission des Clowns aus der Zukunft steht vorerst im Zentrum, sondern die Vorgeschichten der unfreiwilligen Teilnehmer:innen – und die haben es in sich: Das Gothic-Girl leidet an einer WLAN-Allergie, das Lehrerpaar ist zum Todfeind zombieartiger Highschool-Student:innen geworden, deren Handys es versehentlich in Dauerfreeze versetzt hat, die alleinerziehende Mutter hat sich beim Klonen ihres getöteten Sohnes für eine Gratisversion entschieden, die ständig Werbesprüche absondert. Gore Verbinski, der diese bitterböse Komödie über die höchst gegenwärtige digitale Verblödung in Szene gesetzt hat, wurde in den 2000er-Jahren mit den drei ersten Teilen von Pirates of the Caribbean zum Hollywood-Goldjungen und legte 2011 den tollen Adult-Trickfilm Rango nach, bevor er mit dem Westernflop The Lone Ranger zur Persona non grata mutierte. Nun ist er zurück und verliert im letzten Drittel, wo er den digitalen Teufel mit dem Beelzebub austreibt, abermals das Mass des mehrheitsfähig Verdaubaren. Doch was er bis dahin abliefert, ist so originell, dass man ihm zumindest als non-digital Native gern verzeiht.

Andreas Furler

Galerieo

Filmdateno

Genre
Science Fiction, Abenteuer, Komödie
Länge
134 Min.
Originalsprache
Englisch
Bewertungen
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ØIhre Bewertung7.4/10
IMDB-User:
7.4 (8236)
Cinefile-User:
< 3 Stimmen
KritikerInnen:
< 3 Stimmen

Cast & Crewo

Sam RockwellMan From The Future
Juno TempleSusan
Haley Lu RichardsonIngrid
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